Gebäudeenergieberater

Das Bundeskabinett hat das 2. Paket des Integrierten Energie- und Klimaprogramms beschlossen. Mit Interesse verfolgt das Handwerk der Region dabei insbesondere die Novelle der EnEV.

"Dem Gebäudesektor kommt bei dem Bestreben, Energie einzusparen, eine ganz erhebliche Bedeutung zu, denn Gebäude haben mit mehr als 40% einen erheblichen Anteil am gesamten Energieverbrauch", so Kreishandwerksmeister Heinz-Hermann Hansemann, Stuhr. "Ziel muss es daher sein, bei der Neuerrichtung Gebäude mit möglichst sparsamer Energiebilanz zu erstellen und im Gebäudebestand die Möglichkeiten zur Energieeinsparung zu mobilisieren"

Im Mittelpunkt der Neuregelung der EnEV stehen daher die Anhebung der energetischen Anforderungen an Neubauten sowie bei wesentlichen Sanierungen im Gebäudebestand um durchschnittlich 30%, die Ausweitung einzelner Nachrüstpflichten, die langfristige, stufenweise Außerbetriebnahme von Nachtstromspeicherheizungen in bestimmten Gebäuden (abhängig bspw. von der Zahl der Wohneinheiten - mind. 6 WE und Heizung älter als 30 Jahre).

"Wer bei seinem Wohnhaus den Energieverbrauch senkt, spart bares Geld und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz", betont Kreishandwerksmeister Hansemann. " Eine qualifizierte und unabhängige Energieberantung bespielsweise durch einen Gebäudeenergieberater im Handwerk sorgt dafür, das Verbraucher kein Geld bei den Investitionen verschwenden. Für diese Energieberatung gibt es jetzt höhere Zuschüsse vom Staat".

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie fördet Ernergieberatungen in Wohngebäuden im Rahmen des "Vor-Ort-Beratungsprogramms" durch finanzielle Zuschüsse. Die Konditionen dieses Programms werden erheblich verbessert. Eine Vor-Ort-Beratung wird nun mit bis zu 350 Euro einschließlich Stromeinsparberatung unterstützt. Außerdem können jetzt auch separate Thermografiengutachten oder die zusätzliche Integration von thermografischen Untersuchungsergebinissen in den Vor-Ort-Beratungsbericht gefördert werden. Auch eine Beratung zur Stromeinsparung wird bei Bedarf einbezogen.

Eingentümer erhalten Gutachten mit detaillierten technischen Hinweisen beispielsweise darüber, ob Verbesserungen des Wärmeschutzes bauphysikalisch sinnvoll sind, eine Umstellung oder Erneuerung der Heizungsanlage empfelenswert ist und eine Nutzung erneuerbarer Energie in Betracht kommt. Gleichzeitig wird der erforderliche finazielle Aufwand ermittelt und die Wirtschaftlichkeit der entsprechenden Investition errechnet.

"Die Handwerksbetriebe im Landkreis Diepholz und Nienburg haben sich für die erforderlichen Beratungen fitgemacht,", betont der Kreishandwerksmeister.