Ausbildung, Weiterbildung, Aufstieg

Der Werdegang zum Zimmerer/zur Zimmerin dauert 3 Jahre, die Ausbildung erfolgt in Zeitblöcken im Betrieb, in der Berufsschule und in überbetrieblichen Ausbildungszentren.

Nach erfolgreichem Abschluß eröffnen sich den Zimmerergesellen und –gesellinnnen  beste Chancen. Unser Bedarf an Fachkräften wächst weiter. Entsprechend werden auch die Weiterbildung und der berufliche Aufstieg großgeschrieben. Der Weg führt z.B. zum Polier/zur Polierin und über weitere Qualifikationen an Meisterschulen zum Zimmermeister/zur Zimmermeisterin, der/die einen Betrieb selbständig führen kann. Lehrgänge in Spezialgebieten vertiefen die Kenntnisse, u.a. im Hausbau mit Holz, im Ausbau, im computergestützten Konstruieren und im Treppenbau. Ein spezieller, fundierter Lehrgang für die Zimmermeister führt zum/zur Geprüften Restaurator(-in) im Zimmererhandwerk.

Schnupperlehre als Einstieg in Zimmererfach

Wer sich für die Zimmererausbildung interessiert erfährt die Adressen der infrage kommenden Betriebe in unserer Mitgliederübersicht. Viele Betriebe geben Schülern die Möglichkeit einer Schnupperlehre in den Ferien.

Ausbildungsberufe

Die Vertragsparteien haben die Möglichkeit, entweder zunächst einen zweijährigen Lehrvertrag abzuschließen. Dieser endet mit der Prüfung zum Ausbaufacharbeiter nach dem zweiten Lehrjahr. Hat sich die Ausbildung positiv gestaltet, kann ein weiterer Vertrag abgeschlossen werden über ein Jahr, der zum Ausbildungsziel die Gesellenprüfung Zimmerer/Zimmerin hat.

Alternativ hierzu kann auch ein dreijähriger Lehrvertrag abgeschlossen werden. Im Rahmen dieses Lehrverhältnisses ist am Ende des zweiten Lehrjahres eine Zwischenprüfung abzulegen. Am Ende des dritten Lehrjahres wird die Gesellenprüfung zum Zimmerer/zur Zimmerin absolviert.

Das erste Lehrjahr

Während früher der Ausbildung zum Zimmerer/zur Zimmerin zwingend das Berufsgrundbildungsjahr, also das erste Lehrjahr verschult an der Berufsschule, vorgeschaltet war, ist dies heute anders.
Das erste Lehrjahr kann bereits im Betrieb begonnen werden.

Alternativ dazu kann auch die Berufsfachschule Bautechnik besucht werden. Ein erfolgreicher

Abschluss dieser Schulform kann auf das erste Lehrjahr angerechnet werden, wenn der Betrieb dies wünscht.

So geht es weiter

Das zweite Ausbildungsjahr umfasst 11 Wochen überbetriebliche und 33 Wochen betriebliche Ausbildung sowie 8 Wochen Berufsschulunterricht.

Die zweite Stufe – also das 3. Ausbildungsjahr – gilt der besonderen Spezialisierung.
Das dritte Lehrjahr beinhaltet nochmals einen 4-wöchigen Lehrgang in einem überbetrieblichen Ausbildungszentrum und 8 Wochen Berufsschulunterricht. Abschluss des 3. Lehrjahres ist die Gesellenprüfung.
Mit der bestandenen Gesellenprüfung bieten sich zahlreiche Aufstiegschancen.

Sie haben die Möglichkeit, Vorarbeiter(-in), Werkpolier(-in) oder geprüfter Polier(-in) zu werden. Sie können aber auch die Meisterprüfung in seinem Beruf ablegen. Diese befähigt Sie, einen eigenen Betrieb zu gründen und Lehrlinge auszubilden.

Die Gesellenprüfung eröffnet darüber hinaus noch weitere Chancen, z. B. den Aufstieg zum geprüften Bautechniker oder nach Ablegung der Meisterprüfung zum Besuch der Fachhochschule oder auch der Hochschule.