Zimmerer-Innung DH

Weitere Informationen über die Zimmererinnung-Diepholz:

  • Berufsbild Zimmerer/Zimmerin
  • Ausbildung, Weiterbildung, Aufstieg
  • Zukunft und Chancen
  • Ausbildungsbetriebe

Der Zimmerer-Beruf bietet attraktive Aussichten

Der Zimmerer-Beruf bleibt eine der attraktivsten Möglichkeiten für Jugendliche, die im Handwerk ihre Zukunft sehen! Die Perspektiven sind ausgezeichnet, denn vieles deutet darauf hin, daß der Werkstoff Holz eine Hauptrolle bei der Lösung unserer Bau- und Umweltaufgaben spielen wird.

Der Berufswunsch

Ein Wunschberuf muß zwei Dinge unter einen Hut bringen: die Zufriedenheit und die Zukunft. Denn mit dem Gelernten möchte man auf Dauer etwas anfangen können. Und für den weiteren Aufstieg sollen die Wege offen stehen. Der erste Wunsch aber gilt dem Berufsinhalt. Von der gewählten Arbeit verlangt man mehr als die reine Existenzsicherung. Vor allem das gehört dazu:

  • interessante Aufgaben
  • eigene Verantwortung
  • attraktive Bedingungen
  • aufgeschlossene Kollegen
  • angesehener Beruf

Und wer gern mit seinen Händen etwas schafft und dazu seinen Kopf kreativ gebrauchen möchte, der sucht seinen Beruf dort, wo beides gefordert und gefördert wird: Hand und Verstand.

Die Aufgaben

Das Zimmererhandwerk, einer der traditionsreichsten und zugleich fortschrittlichsten Berufe am Bau, hat mit seinen angestammten Aufgaben und interessanten neuen Bereichen eine Schlüsselstellung gewonnen. Der Zimmerer/die Zimmerin ist der Fachmann/die Fachfrau für den gesamten Holzbau und für den Ausbau mit Holz, Holzwerk- und Trockenbaustoffen. Die Zimmerer bauen Hallen, Brücken und Türme in Ingenieurholzbauweise und errichten Dachtragwerke, Außenbauten und Häuser in Holzkonstruktion. Sie legen Holzfußböden, ziehen Trockenbauwände, bekleiden lnnenflächen und Fassaden, und sie bauen maßgefertigte Holztreppen ein.

Die Leistungen

Das Feld der Zimmerleute umfasst den Neubau inklusive Fertigbau, die Modernisierung von Altbauten und die Denkmalpflege, und zwar im Wohnbau, im öffentlichen Bau und im gewerblichen Zweckbau. Zum "Handwerkszeug" gehört dabei der Fachverstand: im Durchdenken der Schritte, im Überblick über den Ablauf, im Gespräch mit dem Bauherrn und dem Architekten.

Das Klima und die Zukunft

Das Bauen und Wohnen mit Holz und die Leistungen des Zimmererhandwerks haben Zukunft. Dafür aber werden Fachkräfte gebraucht und geschätzt. Auf dieser Basis und mit Menschen, die sich ihren Zimmerer-Beruf bewußt ausgesucht haben, ist gut arbeiten.

Die Chancen

Zimmerer haben ausgesprochen gute Aufstiegschancen, z. B. zum Vorarbeiter/zur Vorarbeiterin, zum Polier/zur Polierin mit Projektverantwortung oder zum Zimmerermeister/zur Zimmerermeisterin mit Betriebsführungs-Berechtigung. Lehrgänge, etwa im Treppenbau, im lngenieurholzbau oder in der Denkmalpflege (Zimmerer für Restaurierungsarbeiten bzw. Restaurator im Zimmererhandwerk) vertiefen das Wissen. Über den Beruf hinaus führt die Weiterbildung zum Bautechniker/zur Bautechnikerin oder Bauleiter/-in oder das Studium "Architektur und Bauingenieurwesen".

Zimmerleute im Beruf

Das Zimmererhandwerk ist ein "Eliteberuf" mit Doppelbegabung. Gewandtheit und Geschick kommen ebenso zum Zuge wie rasche Auffassung und gute Übersicht. Im Holzbau und im Ausbau übersetzen Zimmerleute Werkzeichnungen in die räumliche Wirklichkeit. In der Arbeitsbesprechung können sie mitreden und ihre Ideen auch durch die eigene Zeichnung verdeutlichen. Für den "Abbund" in der Werkhalle reißen sie die Teile maßgerecht an und bearbeitet sie mit handgeführten oder stationären Maschinen, je nach Aufgabe auch mit dem traditionellen Werkzeug.

Auf der Baustelle erfordert das Zusammenfügen der Teile mit Hilfe rationeller Verbindungstechniken nur noch kurze Zeit. Im Ausbau unter Dach und in der Modernisierung verlagert sich die Arbeit stärker zum Auftragsort. Besonders interessante Aufgaben bieten Fächer wie der lngenieurholzbau, der Hausbau, der Treppenbau oder die Restaurierung von Fachwerkbauten, historischen Dachtragwerken oder Brücken.
Bei aller Liebe zur Tradition wendet sich das Zimmererhandwerk aufgeschlossen der Zukunft zu. Der Computer hilft längst im Büro und in der Werkhalle.

Das Zimmererhandwerk hat ein äußerst weitgespanntes Aufgabengebiet im Holzbau, Ausbau und Trockenbau: Häuser in moderner Holzbauweise, Hallen in aufsehenerregender lngenieurholzkonstruktion, wie z.B. Dachtragwerke, Dachausbauten mit der Wärmedämmung, mit Boden, Wand, Decke und der Treppe oder Aufstockungen auf Flachdächern, auf denen neuer Wohnraum entsteht.

Unsere Auszubildenden erleben die ganze Bandbreite, sie helfen z.B. historische Bausubstanz zu retten und restaurieren. Die nächste Arbeit kann dann ein zukunftsweisendes Niedrigenergiehaus in Holzbauweise sein, die übernächste der Umbau, Ausbau und Wärmeschutz eines Stadthauses aus der Zeit der Jahrhundertwende.